Kräuter
Kräutertabelle
Obstbaumschnitt
Gartenbilder

.


Am 15.11. 1978 bin ich in den Kleingärtnerverein " FLORA " e.V. in Köln Nippes eingetreten
und habe  einen ca. 220 qm grossen Garten übernommen. 

     

K R Ä U T E R G A R T E N

Kräuter erfreuen sich heutzutage einer immer größeren Beliebtheit.
Sie faszinieren durch Aussehen und Duft, hinzu kommt der heilbringende und pflegende Nutzen.
Die Kräuter lassen sich in drei Gruppen unterteilen:

  1. Die Würzkräuter
  2. Sie zeichnen sich durch ihre intensive Würze aus. Sie verbessern die Bekömmlichkeit vieler Speisen und fördern die Gesundheit

    Die wichtigsten Würzkräuter sind: Basilikum, Bohnenkraut, Dill, Estragon, Fenchel, Kerbel, Knoblauch, Liebstöckel, Majoran, Minze, Salbei, Oregano, Petersilie, Rosmarin, Schnittlauch, Sellerie und Thymian.

  3. Die Heilkräuter
  4. Die Verwertung dieser Kräuter ist für Laien schon komplizierter, da einige dieser Kräuter giftig sind. Heilkräuter werden aber auch oft für dekorative Zwecke genutzt wie Fingerhut, Königskerzen, Stockrosen, Kamille, Ringelblume, Schafgarbe, Lavendel, Nelkenwurz oder Ysob.

  5. Die Duftkräuter

Duftkräuter sind nichts anderes als Würz oder Heilkräuter deren Inhaltsstoffe die ätherischen Öle sind, wie Rosmarin, Thymian, Lavendel oder Kamille.

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Gewürzen und Kräutern. Es gibt einjährige wie Basilikum, Dill, Bohnenkraut, Gartenkresse, Majoran, Kerbel usw.,
die jedes Jahr neu ausgesät werden müssen, oder zweijährige wie Petersilie, Kümmel oder Königskerze sowie mehrjährige, winterharte Kräuter
wie Salbei, Majoran, Estragon usw.

  1. Pflanzenkauf:
    Mann sollte beim Pflanzenkauf darauf achten, dass man nur gesunde, in der Farbe kräftige und nicht zu alte Pflanzen, einkauft.
    Alte Pflanzen sind meist knorrig oder die Wurzel schauen aus den Behältern heraus da sie schon lange nicht mehr umgepflanzt worden sind.
    Man sollte auch überprüfen, ob die Namen auf den Etiketten mit den Pflanzen übereinstimmen.
  2. Ableger:
    Ableger werden, möglichst im Sommer, von kräftigen Trieben oder Stamm geschnitten und mögl. in spezielle Anzuchterde oder ein Torf-Sandgemisch eingesetzt werden. Gleichmäßig feucht halten. Nach 4-6 Wochen, wenn die Stecklinge Wurzel gebildet haben, Kontrolle einzelner Stecklinge durch Anheben mit einem Spieß, oder wenn sich frische Triebe abzeichnen, die jungen Pflanzen entweder in kleine Töpfe oder direkt an einem geschützten Ort im Garten auspflanzen. Wurzelableger: Könne von jeder Pflanze genommen werden die um die Hauptpflanze eigene Triebe aus der Erde entwickelt. Sie könne dann abgeschnitten und mit Wurzeln ausgestochen und wieder separat eingepflanzt werden
  3. Pflanzenteilung: Kräuter, die gruppenweise wachsen, z.B. Schnittlauch, Estragon usw. Sollt man alle 2 bis 3 Jahre in kleinere Mengen teilen, aussortieren und neu verpflanzen. Dieses sollte man im Frühjahr oder Herbst machen.
  4. Aussaat: Samen fast aller Kräuter bekommt man heutzutage in allen guten Samenhandlungen, oder aber aus eigener Ernte aus dem vorigem Jahr. Der Samen wird im Frühjahr (Februar-April) in Schalen oder Töpfe dünn ausgesät, und im Frühbeet, Gewächshaus oder Fensterbank stellen.
    Es ist bei der Aussaat auf die Keimart zu arten. Es gibt Lichtkeimer, diese dürfen nicht mit Erde bedeckt werden und Dunkelkeimer, für die das Gegenteil gilt. Für ausreichende Feuchtigkeit sorgen, Keimlinge dürfen nicht trocken werden sonst sterben sie ab. Junge Pflanzen langsam abhärten nicht vor Mai auspflanzen.
  5. Sonstiges: Von Beginn an sollte , besonders für Anfänger wichtig, alle Pflanzen mit Namensschilder gekennzeichnet werden um Verwechselungen zu vermeiden. Kräuter brauchen einen guten Nährboden und wenn möglich einen windgeschützten Platz im Garten z.B. an einer Mauer, Hecke o.ä. Ansonsten sind die meisten Kräuter anspruchslos und pflegeleicht.
  6. Ernte: Im vorhinein ist zu überlegen, was man ernten will- Samen, Blätter, Wurzeln, oder die ganze Pflanze und zu welcher Zeit dieses am günstigsten ist. Die Ernte und Reifezeit ist nur sehr kurz, darum muss die Ernte und das anschl. Trocknen fachgemäß ausgeführt werden. Blätter werden geerntet wenn sie am saftigsten sind und sich die aromatischen Öle voll entfalten. Das ist die Zeit bevor sich die Blüten zu öffnen beginnen. Samen muss reif sein und ernten bevor ihn die Pflanze abwirft. Wurzeln sollten kräftig, ausgewachsen und reif sein. Es gehört schon einige Erfahrung dazu und ist von Garten zu Garten oder Saison zu Saison verschieden. Man sollte die Pflanzen und ihrem Wachstum stets beobachten. Für den Hausgebrauch kann man aber zu jeder Zeit Kräuter abschneiden wie z.B von Schnittlauch, Petersilie usw.
  7. Trocknen: Die Pflanzen, Blätter dürfen nicht nass oder feucht sein. Der Sinn des Kräuter-Trocknens ist, den Pflanzen das Wasser so schnell wie möglich zu entziehen und zugleich die Öle zu erhalten. Es ist ratsam immer nur kleine Mengen von einer Sorte zu ernten und zu trocknen den die Kräuter welken schnell und können verderben. Die einfachste Methode ist : die Kräuter in kleine Bündel zusammen binden und an einem trockenen, luftigen und schattigen Ort (Gartenlaube,, Schuppen, Dachboden o.ä.) lose aufhängen. Es eignet sich ggf. auch ein warmes luftiges Zimmer.
  8. Trocknen mit künstlichen Wärmequellen ist zwar schneller aber schwieriger und muß ständig kontrolliert werden. Man braucht eine Wärmequelle, die sich gleichbleibend temperieren lässt, sowie eine gute Belüftung (Ventilator) hat. In der Mikrowelle ist Vorsicht geboten, da es oft zu Überhitzungen kommt. Normal genügen 2-3 Minuten zum Trocknen. Kräuter sind richtig getrocknet, wenn man sie leicht zwischen den Fingern zerdrücken kann.

  9. Lagern: Nach dem Trocknen und zerreiben, müssen die Kräuter möglichst schnell in luftdichte, dunkle Behälter gefüllt werden. Gläser eignen sich nur wenn man sie in einem dunklen Schrank aufbewahrt, denn Licht zerstört die Qualität der Kräuter.

Behälter mit Namen und Etiketten versehen.

 

Gemüse kombiniert mit Kräutern

 

 

 

Gemüse

B
u
s
c
h
b
o
h
n
e
n

E
r
b
s
e
n

G
u
r
k
e
n

S
p
a
r
g
e
l

K
a
r
t
o
f
f
e
l

F
e
n
c
h
e
l

K
o
h
l
a
r
t
e
n

K
o
h
l
r
a
b
i

S
a
l
a
t
e

M
ö
h
r
e
n

S
p
i
n
a
t

P
o
r
r
e

R
a
d
i
e
s
c
h
e
n

R
o
t
e

B
e
e
t
e

S
c
h
w
a
r
z
w
u
r
z
e
l

S
e
l
l
e
r
i
e

S
t
a
n
g
e
n
b
o
h
n
e
n

T
o
m
a
t
e
n

Z
u
c
c
i
n
i

 

 

Kräuter

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Basilikum

 

 

§

 

 

§

 

 

 

 

 

 

 

 

§

 

 

§

§

 

 

Beifuß

 

 

 

 

 

 

§

§

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bohnenkraut

§

 

 

 

 

§

 

 

§

 

 

 

 

§

 

 

§

 

 

 

 

Borretsch

 

 

§

 

 

 

§

§

 

 

 

 

 

§

 

§

 

§

§

 

 

Dill

§

§

§

§

§

 

§

§

§

§

 

 

 

§

 

§

§

§

 

 

 

Estragon

 

 

§

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kerbel

§

 

 

 

 

 

 

 

§

 

 

 

§

 

 

 

 

 

 

 

 

Knoblauch

 

 

§

 

§

 

 

 

§

 

 

 

 

 

 

 

§

 

 

 

 

Koriander

 

 

§

 

§

 

§

§

 

 

 

 

 

§

 

 

 

 

 

 

 

Kresse

 

 

 

 

 

 

 

 

§

 

 

 

§

 

 

 

 

 

 

 

 

Kümmel

§

§

§

 

§

 

§

§

§

 

§

 

 

§

 

 

§

 

 

 

 

Majoran

 

 

 

 

 

 

 

 

 

§

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Meerrettich

 

 

 

 

§

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Petersilie

 

 

§

 

 

 

 

 

 

 

 

§

§

 

 

 

 

§

 

 

 

Rosmarin

§

 

 

 

 

 

 

 

 

§

 

 

 

 

 

 

§

 

 

 

 

Salbei

§

§

 

 

 

§

§

§

 

§

 

 

 

 

 

 

§

 

 

 

 

Schnittlauch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

§

 

 

 

 

 

 

 

§

 

 

 

Thymian

 

 

 

 

 

 

§

§

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Citr.Melisse.

 

 

 

 

 

 

§

§

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 




Obstbaumschnitt

Obstbäume werden geschnitten, um möglichst viel Licht, Luft und Sonne an die Früchte zu bringen.
Um zu vermeiden, dass überflüssige Äste den Früchten Wasser und Nährstoffe, aus den Wurzeln, wegnehmen.
Werden Bäume nicht geschnitten, setzen sie zwar auch Früchte an wie geschnittene Bäume, aber nach wenigen Jahren 
beginnt der Baum zu altern und lässt im Fruchtertrag erheblich nach.
Ungeschnittene Bäume bilden ein zu dichtes Gewirr von Ästen. Die darin angesetzten Früchte bleiben klein und reifen nicht aus,
weil sie zu wenige Licht und Sonne abbekommen.
Sinn des Obstbaumschnittes ist eben, dass jede Stelle im Baum genügend Licht und Sonne bekommt und der Baum eine
angemessene
Form erhält.
Bei Kernobst (z.B. Äpfel und Birnen) unterscheidet man zwischen einem Erhaltungs- und Erziehungsschnitt.
Bei jungen Bäumen beginnt man damit, alles wegzuschneiden, was nach innen und unten, zu dicht und zu steil wächst.
Kräftige Äste mit schräger, waagerechter, nach außen zeigender Wuchsrichtung belässt man am Baum.
Der Schnitt ist darauf ausgerichtet, die Krone mit Leitästen und Mitteltriebe aufzubauen und die Langtriebe 
möglichst schnell in Fruchttriebe umzuwandeln.Sind nicht genug schräg oder waagrechte Triebe vorhanden,
bindet man steil stehende Triebe in eine waagerechtere Haltung herab. Das kann man entweder mit Spreitzstöcken ,
die aus Abfallholz geschnitten und angepasst werden, oder man bindet die Äste nach unten oder hängt Gewischte (Ziegelsteine)
an die betreffenden Äste.
Beim Obstbaumschnitt kommt es im wesentlichen auf den Leittrieb an. Er spielt eine entscheidende Rolle beim Austreiben und
Wachsen.
Bei allen Bäumen gilt die am weitesten oben stehende Knospe als eine sogenannte Steuerungszentrale für das ganze Wachstum.
Alles, was unter der Baumspitze wächst wird von der obersten Knospe gesteuert.
Wenn Kernobst einmal trägt, dann beschränkt sich das Schneiden auf das Auslichten und entfernen steil stehender Zweige.
Pflaumen und Süßkirchen sollt man nach dem Erziehungsschnitt alle paar Jahre ausputzen, das dürre und zu dicht gewachsene
Holz herausschneiden.
Sauerkirchen fruchten am einjährigen Holz. Deshalb sollte man diese durch den Schnitt zu neuer Jungtriebbildung anregen.